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17. Februar 2009

Neue Fotos!

Generalprobe

Premierenfeier

16. Februar 2009

Premiere in der Aula des Heinrich-Schliemann-

Gymnasiums Fürth

17-18. Feb. 2009

Weitere Aufführungen

 

Vorverkauf in den Pausen oder unter:

karten@schulspiel.de 

 

 

 

Was, Ihr wollt?

 

ICH SELBST:

Ich heiße Maria Lucca und bin 27 Jahre alt.Im Moment bin ich verliebt in Sir Toby, den Onkel meiner Herrin. Finde ihn schon toll so...auch wenn er zur Zeit viel zu oft betrunken mit diesem Sir Andrew zusammenhängt, den er eigentlich gar nicht so mag. Aber schon seit er am Hof von Lady Olivia ist, finde ich ihn toll und hoffe, dass wir irgendwann mal zusammen von dem Hof weg und Andrew am Hof zurücklassen können. Eine Geste von mir, die leider zur Gewohnheit wurde, ist, die Hände in die Hüften zu stemmen. Das mache ich immer, wenn ich mal wieder versuche Toby zur Vernunft und vom Alkohol weg zu bringen. Meine Gangart ist unterschiedlich. Wenn ich mich Olivia zusammen laufe, muss ich mich ja immer kurz hinter ihr bewegen und dann laufe ich wohl auch eher „klein“, also mit leicht hängenden Schultern und eher gesenktem Kopf. Toby gegenüber traue ich mich schon mehr, auch wenn er ja standesmäßig über mir steht. Den Kopf gesenkt halte ich dann nicht mehr und auch insgesamt ist meine Körperhaltung dann aufrechter. Andrew gegenüber oder auch Fabienne empfinde ich eine Überlegenheit, die ich dann sowohl mit meinem Kopf als auch mit meinem Körper ausdrücke, indem ich den Kopf mit hoch gezogengen Augenbrauen eher nach oben neige und auch sonst sehr aufrecht und offen stehe. Auch an der Stimme macht sich dieser Personenunterschied bemerkbar. Olivia gegenüber versuche ich möglichst ruhig und eher leise zu sprechen. Bei Toby kann es schon einmal vorkommen, dass ich mich in meine Wut wegen des Alkohols hinein steigere und ihn anbrülle. Wenn er mal nüchtern ist, lässt sich mit der Stimme natürlich auch Zuneigung zeigen. Sowohl an der Stimmlage als auch an der Sprechweise. Sprachfehler habe ich keine bewussten.

In meiner Freizeit schaue ich gerne GZSZ oder Verbotene Liebe. Manchmal sitze ich auch einfachnur in meinem kleinen Zimmer und schaue in meinen Spiegel oder liege in meinem Bett und träumeein bisschen vor mich hin. Meine Arbeit ist zwar nicht oft körperlich anstrengend, aber trotzdem istErholung nötig und, denke ich, auch wichtig. Auch das Allein sein zwischendurch ist schön undwohltuend. Natürlich wäre es mir lieber, wenn Sir Toby und ich mehr Zeit miteinander verbringen könnten und dann würde ich auch liebend gerne diese kleinen Erholungsoasen aufgeben, aber soweit sind wir im Moment -leider- noch nicht. Mit Fabienne ist die Freundschaft nicht so tief, dass ich mit ihr gerne dauernd Kaffee trinken gehen würde oder so. Außerdem wurde sie ja von Malvolio eh aus dem Hof raus geekelt. Das wäre in der jetzigen Situation schon echt doof. Deswegen verbringe ich auch viel Zeit bei der Arbeit, nicht, dass Olivia denkt, dass ich nur halbherzig bei der Sache bin und sie mich auch entlässt- so lange sich Toby nicht bewusst für mich entschieden hat und danach handelt, will ich meine Arbeit dort auf keinen Fall verlieren. Deswegen ist mir Malvolio auch so ein Dorn im Auge.

Mein liebstes Kleidungsstück ist, außer meinen Kuschelsocken, ein rotes, kurzes Kleid. Für dieses Kleid habe ich ganz lange gespart- war ein toller Moment es dann kaufen zu können. Ich ziehe es nur im Alltag nicht an logischerweise und im Moment fehlen mir auch die Gelegenheiten es zu tragen. Wenn Toby mich aber endlich mal um ein Treffen bittet, ziehe ich es bestimmt an. Mit meinem Alltagskleid bin ich aber auch ganz zufrieden.

Meine Lieblingsspeise ist gemischter Salat mit Putenbruststreifen. Das ist nämlich auch das Lieblingsessen meiner Lieblingsserienfigur. Meistens koche ich für mich selbst ja gar nichts, sondern kann in der Küche ein wenig essen, wenn Olivia sich in ihrer Mittagsschlafpause verabschiedet. Mein Lieblingsgetränk ist Cola light, das kann ich allerdings auch selten trinken, da es im Palast nur Wasser gibt- Olivia möchte nämlich auf ihre Linie achten und lässt nur zu großen Festen andere Getränke besorgen.

Mein Motto ist: „Jetzt aber gehen wir zu Bett und träumen von der Sache.“, weil das einerseits meinen Plan beinhaltet Malvolio eins auszuwischen und andererseits auch meine Verliebtheit Toby gegenüber ausdrückt, weil es ja ein "WIR" beinhaltet und ich ihn auch in dem Moment das erste Mal berühren kann. Außerdem ist mein Traum nach einem besseren Leben mit Toby zusammen ausgedrückt, was für mich sehr wichtig ist.

MEIN INNERES:

Am meisten hasse ich, dass es Standesunterschiede gibt und diese so viele Auswirkungen haben. Dann hasse ich absolute Dummheit und Hinterhältigkeit. Meine größte Niederlage war wohl, dass ich meiner Mutter so oft klein beigeben musste. Vor allem, als sie mir mein Kind weggenommen hat und mich fortschickte, um an Olivias Hof zu arbeiten. Ich wollte zwar nicht in ihrer Reichweite bleiben, aber trotzdem liebte ich eigentlich Italien und meine Heimatstadt. Und dass ich nicht weiß, wo mein Kind ist, wird mich wohl mein Leben lang beschäftigen und nicht loslassen. Dass ich darum nicht mehr gekämpft habe....das war wohl die schlimmste Niederlage. Mein größter Traum ist mit Sir Toby eine ganz normale Familie zu haben mit zwei oder drei Kindern, um die ich mich kümmern kann. Wenn er mit dem Trinken aufhört ist er bestimmt auch ein echt guter Vater. Doch, wenn sich das erfüllen würde, wäre mein Leben wunderbar. Nach meiner Vergangenheit will ich nicht mehr das große Geld oder Macht oder solche Dinge, sondern nur noch Sicherheit und Geborgenheit.

Angst hatte ich schon immer vor meiner Mutter....aber da die nicht mehr da ist, ist meine größte Angst jetzt, dass Toby nicht so recht vom Alkohol lassen kann oder Malvolio mir irgendeinen Strich durch meine Traumrechnung macht.

Wenn ich eine größere Summe Geld hätte, würde ich das Toby sagen, der daraufhin Sir Andrew nicht mehr bräuchte, würde kündigen und würde selbstbewusster zu Toby sagen können, was mein größter Traum ist.

Richtig todkrank bin ich nicht. Habe nur regelmäßig Kopfschmerzen und Albträume seit ich aus Italien weg bin. Vielleicht bekommt mir das Klima hier nicht so gut....

ICH UND DIE ANDEREN:

Am meisten Zeit verbringe ich mit Olivia, weil das ja einfach meine Arbeit ist, mich um sie und ihr perfektes Aussehen zu kümmern. Aber meine restliche Zeit versuche ich natürlich so viel wie möglich mit Toby zu verbringen. Da sind nur oft auf Fabienne und Sir Andrew dabei.... Mein Ziel ist es Malvolio eins auszuwischen, weil er Fabienne entlassen hat und damit bewiesen hat, was für eine Macht er hat. Dass er diese Macht nicht mehr ausspielen kann, will ich ihn ins Irrenhaus einweisen lassen. Das höhere Ziel ist natürlich Toby dazu zu bringen seinen Blicken und Worten auch Taten folgen zu lassen, um meinem Traum ein Stück näher zu kommen. Am wenigsten leiden kann ich Malvolio, weil er so hinterhältig ist und sich selbst als was Besseres ansieht. Sir Andrew find ich einfach nur doof. Dafür kann er zwar nichts, aber trotzdem nervt er mich und deswegen kann ich ihn auch nicht leiden.

Am meisten verbunden fühle ich mich mit Toby, weil er in nüchternen Momente auch ein echt guter Gesprächspartner sein kann, der mich versteht, ernst nimmt und dem ich mich auf längere Sicht hin auch völlig öffnen könnte. Doch auf meine Herrin Olivia behandelt ich gut und in manchenSituationen sind wir uns nahe.

Malvolio gegenüber ist mein stärkstes Gefühl eine Mischung aus Angst und Hass. Das Problem ist nur...ich hab vor kurzem nach GZSZ zufällig kurz in so eine Bildungssendung hineingezappt und dahat grad irgendein Moderator so einen Schriftsteller zitiert...ich glaub der hieß irgendwie Hesse oderso und das hab ich mir herausgeschrieben und an meinen Spiegel geheftet, weil ich das so passend fand: „Wenn wir einen Menschen hassen, so hassen wir in seinem Bild etwas, was in uns selbst sitzt. Was nicht in uns selber ist, das regt uns nicht auf.“ Irgendwo sind wir ja in der gleichen Situation, weil wir beide in jemanden verliebt sind, der eigentlich gesellschaftmäßig über uns steht. Natürlich ist meine Liebe viel ehrlicher als die von Malvolio und ich würde nie meinen Stolz soverlieren und mich so lächerlich machen, aber trotzdem hasse ich ihn wohl auch deswegen so. Und natürlich, weil er Fabienne verraten hat. Diese Hinterhäligkeit werde ich ihm wohl nie vergeben können, weil sich das einfach nicht gehört. Und seine Arroganz macht mich auch wütend!

Deswegen kann ich auch darüber lachen und er tut mir Leid,als ich ihm diesen Brief geschriebenhabe und er sich danach ernsthaft so anzieht, wie ich das von ihm gefordert habe.Über Viola kann ich nicht viel sagen. Als sie sich als Man verkleidet, finde ich, dass sie- oder er ganz gut aussieht. Ansonsten weiß ich nur, wie Olivia von ihm/ihr schwärmt. Werde aber nie viel mit ihr zu tun haben, wenn sie jetzt den Herzog heiratet. In Illyrien gefällt es mir an sich ganz gut, wenn es auch nie vergleichbar sein wird mit der Liebe, die ich zu meiner Heimatstadt und meinem Heimatland Italien hatte. Dort ist das Klima und die Stimmung schon sehr viel angenehmer als hier in Illyrien. Allerdings wurde ich freundlich aufgenommen und bin deswegen nicht negativ eingestellt.

Über Liebe denke ich, dass sie sich im Lauf des Lebens verändert. Als ich 15 war, war meine Verliebtheit ein Rausch. Leidenschaftlich, extrem, intensiv. Meine Liebe zu Sir Toby ist jetzt ruhiger. Beständiger. Nicht so extrem, aber dafür eher die Grundlage für ein Leben, weil sie aushaltbar ist und mich nicht so auffrisst wie meine Jugendliebe. Ich glaube, dass für eine funktionierende Beziehung ganz wichtig ist, dass eine Freundschaft zugrunde liegt, die beinhaltet, dass man sich sehr gut mit seinem Partner unterhalten kann und man sich gegenseitig alle Hilfe und Unterstützung gibt, zu der man fähig ist. Doch das glaube ich alles erst, seit ich eine gewisse Reife erlagen musste, durch meinen Umzug und meine damit verbundene erzwungene Selbstständigkeit. Zwar schaue ich gern GZSZ und verliere mich wohl auch in dieser Welt und der perfekten Liebe, aber ich glaube nicht, dass ich sie so nochmal erleben werde.

Ich könnte in nüchternen Momenten endlos mit Toby reden. Das würde ich auch gerne viel, viel öfter tun. Mit ihm könnte ich über meine Vergangenheit reden, über unsere Zukunft und meineVorstellungen. Mit ihm könnte ich auch darüber reden, wie einsam ich mich manchmal fühle und dass er mein Leben mit Sinn füllen soll.

Auch mit Viola würde ich gerne reden, nach den Worten Olivias hat sie eine sehr interessante Einstellung zur Liebe und zum Leben- das fände ich spannend. Vielleicht würde ich für so ein Gespräch sogar auf eine Folge meiner Lieblingssoap verzichten.

Malvoilio würde ich natürlich gerne ins Meer schmeißen und hoffen,dass Sir Andrew gleichhinterher springt.

MEINE LEBENSPHILOSOPHIE:

-Messalina ist für mich nur ein Name ohne Bedeutung.

-Illyrien bedeutet für mich ein Neuanfang.

-Ich zähle schon die Tage, bis Sir Toby endlich erkennbar den ersten Schritt macht.

-Wenn ich Musik höre, berührt sie mich schon, nur nicht, wenn Malvolio singt.

-Liebe leider manchmal schwierig.