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ICH SELBST:
Ich
heiße Maria Lucca und bin 27 Jahre alt.Im Moment bin ich verliebt in Sir
Toby, den Onkel meiner Herrin. Finde ihn schon toll so...auch wenn er zur Zeit
viel zu oft betrunken mit diesem Sir Andrew zusammenhängt, den er eigentlich
gar nicht so mag. Aber schon seit
er am Hof von Lady Olivia ist, finde ich ihn toll und hoffe, dass wir irgendwann
mal zusammen von dem Hof weg und Andrew am Hof zurücklassen können. Eine
Geste von mir, die leider zur Gewohnheit wurde, ist, die Hände in die Hüften
zu stemmen. Das mache ich immer,
wenn ich mal wieder versuche Toby zur Vernunft und vom Alkohol weg zu bringen.
Meine Gangart ist unterschiedlich. Wenn ich mich Olivia zusammen laufe, muss
ich mich ja immer kurz hinter ihr
bewegen und dann laufe ich wohl auch eher „klein“, also mit leicht hängenden
Schultern und eher gesenktem Kopf. Toby gegenüber traue ich mich schon mehr,
auch wenn er ja standesmäßig
über mir steht. Den Kopf gesenkt halte ich dann nicht mehr und auch insgesamt
ist meine Körperhaltung dann aufrechter. Andrew gegenüber oder auch Fabienne
empfinde ich eine Überlegenheit, die ich
dann sowohl mit meinem Kopf als auch mit meinem Körper
ausdrücke, indem ich den Kopf mit hoch gezogengen Augenbrauen eher nach oben
neige und auch sonst sehr aufrecht
und offen stehe. Auch an der
Stimme macht sich dieser Personenunterschied bemerkbar. Olivia gegenüber
versuche ich möglichst ruhig und
eher leise zu sprechen. Bei Toby kann es schon einmal vorkommen, dass ich
mich in meine Wut wegen des Alkohols hinein steigere und ihn anbrülle. Wenn
er mal nüchtern ist, lässt sich
mit der Stimme natürlich auch Zuneigung zeigen. Sowohl an der Stimmlage als
auch an der Sprechweise.
Sprachfehler habe ich keine bewussten.
In
meiner Freizeit schaue ich gerne GZSZ oder Verbotene Liebe. Manchmal sitze ich
auch einfachnur in meinem kleinen Zimmer und schaue in meinen Spiegel oder
liege in meinem Bett und träumeein bisschen vor mich hin. Meine Arbeit ist
zwar nicht oft körperlich anstrengend, aber trotzdem istErholung nötig und,
denke ich, auch wichtig. Auch das Allein sein zwischendurch ist schön
undwohltuend. Natürlich wäre es mir lieber, wenn Sir Toby und ich mehr Zeit
miteinander verbringen könnten
und dann würde ich auch liebend gerne diese kleinen Erholungsoasen aufgeben,
aber soweit sind wir im Moment -leider- noch nicht. Mit Fabienne ist die
Freundschaft nicht so tief, dass ich
mit ihr gerne dauernd Kaffee trinken gehen würde oder so. Außerdem wurde sie
ja von Malvolio eh aus dem Hof
raus geekelt. Das wäre in der jetzigen Situation schon echt doof. Deswegen
verbringe ich auch viel Zeit bei der
Arbeit, nicht, dass Olivia denkt, dass ich nur halbherzig bei der Sache
bin und sie mich auch entlässt- so lange sich Toby nicht bewusst für mich
entschieden hat und danach
handelt, will ich meine Arbeit dort auf keinen Fall verlieren. Deswegen ist
mir Malvolio auch so ein Dorn im
Auge.
Mein
liebstes Kleidungsstück ist, außer meinen Kuschelsocken, ein rotes, kurzes
Kleid. Für dieses Kleid habe ich
ganz lange gespart- war ein toller Moment es dann kaufen zu können. Ich ziehe
es nur im Alltag nicht an
logischerweise und im Moment fehlen mir auch die Gelegenheiten es zu tragen.
Wenn Toby mich aber endlich mal um ein Treffen bittet, ziehe ich es bestimmt
an. Mit meinem Alltagskleid bin ich aber auch ganz zufrieden.
Meine
Lieblingsspeise ist gemischter Salat mit Putenbruststreifen. Das ist nämlich
auch das Lieblingsessen meiner
Lieblingsserienfigur. Meistens koche ich für mich selbst ja gar nichts,
sondern kann in der Küche ein wenig
essen, wenn Olivia sich in ihrer Mittagsschlafpause verabschiedet.
Mein Lieblingsgetränk ist Cola light, das kann ich allerdings auch selten
trinken, da es im Palast nur
Wasser gibt- Olivia möchte nämlich auf ihre Linie achten und lässt nur zu
großen Festen andere Getränke
besorgen.
Mein
Motto ist: „Jetzt aber gehen wir zu Bett und träumen von der Sache.“,
weil das einerseits meinen Plan
beinhaltet Malvolio eins auszuwischen und andererseits auch meine Verliebtheit
Toby gegenüber ausdrückt, weil
es ja ein "WIR"
beinhaltet und ich ihn auch in dem Moment das erste Mal berühren
kann. Außerdem ist mein Traum nach einem besseren Leben mit Toby zusammen
ausgedrückt, was für mich sehr wichtig
ist.
MEIN
INNERES:
Am
meisten hasse ich, dass es Standesunterschiede gibt und diese so viele
Auswirkungen haben. Dann hasse ich
absolute Dummheit und Hinterhältigkeit. Meine
größte Niederlage war wohl, dass ich meiner Mutter so oft klein beigeben
musste. Vor allem, als sie mir
mein Kind weggenommen hat und mich fortschickte, um an Olivias Hof zu
arbeiten. Ich wollte zwar nicht in
ihrer Reichweite bleiben, aber trotzdem liebte ich eigentlich Italien und
meine Heimatstadt. Und dass ich
nicht weiß, wo mein Kind ist, wird mich wohl mein Leben lang beschäftigen
und nicht loslassen. Dass ich darum nicht mehr gekämpft habe....das war wohl
die schlimmste Niederlage. Mein
größter Traum ist mit Sir Toby eine ganz normale Familie zu haben mit zwei
oder drei Kindern, um die ich mich
kümmern kann. Wenn er mit dem Trinken aufhört ist er bestimmt auch ein
echt guter Vater. Doch, wenn sich das erfüllen würde, wäre mein Leben
wunderbar. Nach meiner
Vergangenheit will ich nicht mehr das große Geld oder Macht oder solche
Dinge, sondern nur noch Sicherheit
und Geborgenheit.
Angst
hatte ich schon immer vor meiner Mutter....aber da die nicht mehr da ist, ist
meine größte Angst jetzt, dass
Toby nicht so recht vom Alkohol lassen kann oder Malvolio mir irgendeinen
Strich durch meine Traumrechnung macht.
Wenn
ich eine größere Summe Geld hätte, würde ich das Toby sagen, der daraufhin
Sir Andrew nicht mehr bräuchte,
würde kündigen und würde selbstbewusster zu Toby sagen können, was mein
größter Traum ist.
Richtig
todkrank bin ich nicht. Habe nur regelmäßig Kopfschmerzen und Albträume
seit ich aus Italien weg bin.
Vielleicht bekommt mir das Klima hier nicht so gut....
ICH UND DIE
ANDEREN:
Am
meisten Zeit verbringe ich mit Olivia, weil das ja einfach meine Arbeit ist,
mich um sie und ihr perfektes
Aussehen zu kümmern. Aber meine restliche Zeit versuche ich natürlich so
viel wie möglich mit Toby zu
verbringen. Da sind nur oft auf Fabienne und Sir Andrew dabei.... Mein
Ziel ist es Malvolio eins auszuwischen, weil er Fabienne entlassen hat und
damit bewiesen hat, was für eine
Macht er hat. Dass er diese Macht nicht mehr ausspielen kann, will ich ihn ins
Irrenhaus einweisen lassen. Das höhere
Ziel ist natürlich Toby dazu zu bringen seinen Blicken und Worten
auch Taten folgen zu lassen, um meinem Traum ein Stück näher zu kommen.
Am wenigsten leiden kann ich Malvolio,
weil er so hinterhältig ist und sich selbst als was Besseres ansieht.
Sir Andrew find ich einfach nur doof. Dafür kann er zwar nichts, aber
trotzdem nervt er mich und
deswegen kann ich ihn auch nicht leiden.
Am
meisten verbunden fühle ich mich mit Toby, weil er in nüchternen Momente
auch ein echt guter Gesprächspartner
sein kann, der mich versteht, ernst nimmt und dem ich mich auf längere Sicht
hin auch völlig öffnen könnte.
Doch auf meine Herrin Olivia behandelt ich gut und in manchenSituationen sind
wir uns nahe.
Malvolio
gegenüber ist mein stärkstes Gefühl eine Mischung aus Angst und Hass. Das
Problem ist nur...ich hab vor
kurzem nach GZSZ zufällig kurz in so eine Bildungssendung hineingezappt und
dahat grad irgendein Moderator so einen Schriftsteller zitiert...ich glaub der
hieß irgendwie Hesse oderso und das hab ich mir herausgeschrieben und an
meinen Spiegel geheftet, weil ich das so passend fand: „Wenn wir einen
Menschen hassen, so hassen wir in seinem Bild etwas, was in uns selbst sitzt.
Was nicht in uns selber ist, das regt uns nicht auf.“ Irgendwo sind wir ja
in der gleichen Situation, weil
wir beide in jemanden verliebt sind, der eigentlich gesellschaftmäßig über
uns steht. Natürlich ist meine
Liebe viel ehrlicher als die von Malvolio und ich würde nie meinen Stolz
soverlieren und mich so lächerlich machen, aber trotzdem hasse ich ihn wohl
auch deswegen so. Und natürlich,
weil er Fabienne verraten hat. Diese Hinterhäligkeit werde ich ihm wohl nie
vergeben können, weil sich das
einfach nicht gehört. Und seine Arroganz macht mich auch wütend!
Deswegen
kann ich auch darüber lachen und er tut mir Leid,als ich ihm diesen Brief
geschriebenhabe und er sich danach ernsthaft so anzieht, wie ich das von ihm
gefordert habe.Über Viola kann ich nicht viel sagen. Als sie sich als Man
verkleidet, finde ich, dass sie- oder er ganz gut
aussieht. Ansonsten weiß ich nur, wie Olivia von ihm/ihr schwärmt. Werde
aber nie viel mit ihr zu tun
haben, wenn sie jetzt den Herzog heiratet. In
Illyrien gefällt es mir an sich ganz gut, wenn es auch nie vergleichbar sein
wird mit der Liebe, die ich zu
meiner Heimatstadt und meinem Heimatland Italien hatte. Dort ist das Klima und
die Stimmung schon sehr viel
angenehmer als hier in Illyrien. Allerdings wurde ich freundlich aufgenommen
und bin deswegen nicht negativ eingestellt.
Über
Liebe denke ich, dass sie sich im Lauf des Lebens verändert. Als ich 15 war,
war meine Verliebtheit ein Rausch.
Leidenschaftlich, extrem, intensiv. Meine Liebe zu Sir Toby ist jetzt ruhiger.
Beständiger. Nicht so extrem, aber dafür eher die Grundlage
für ein Leben, weil sie aushaltbar ist und mich nicht so auffrisst wie meine
Jugendliebe. Ich glaube, dass für
eine funktionierende Beziehung ganz wichtig ist, dass eine Freundschaft
zugrunde liegt, die beinhaltet, dass man
sich sehr gut mit seinem Partner unterhalten kann und man sich
gegenseitig alle Hilfe und Unterstützung gibt, zu der man fähig ist. Doch
das glaube ich alles erst, seit
ich eine gewisse Reife erlagen musste, durch meinen Umzug und meine damit
verbundene erzwungene
Selbstständigkeit. Zwar schaue ich gern GZSZ und verliere mich wohl auch in
dieser Welt und der perfekten
Liebe, aber ich glaube nicht, dass ich sie so nochmal erleben werde.
Ich
könnte in nüchternen Momenten endlos mit Toby reden. Das würde ich auch
gerne viel, viel öfter tun. Mit
ihm könnte ich über meine Vergangenheit reden, über unsere Zukunft und
meineVorstellungen. Mit ihm könnte ich auch darüber reden, wie einsam ich
mich manchmal fühle und dass er
mein Leben mit Sinn füllen soll.
Auch
mit Viola würde ich gerne reden, nach den Worten Olivias hat sie eine sehr
interessante Einstellung zur Liebe
und zum Leben- das fände ich spannend. Vielleicht würde ich für so ein
Gespräch sogar auf eine Folge meiner
Lieblingssoap verzichten.
Malvoilio
würde ich natürlich gerne ins Meer schmeißen und hoffen,dass Sir Andrew
gleichhinterher springt.
MEINE
LEBENSPHILOSOPHIE:
-Messalina
ist für mich nur ein Name ohne Bedeutung.
-Illyrien
bedeutet für mich ein Neuanfang.
-Ich
zähle schon die Tage, bis Sir Toby endlich erkennbar den ersten Schritt
macht.
-Wenn ich
Musik höre, berührt sie mich schon, nur nicht, wenn Malvolio singt.
-Liebe leider manchmal
schwierig.

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